Jun 08

Eine Erfolgsgeschichte für Unternehmen und Menschen

Beitrag drucken Beitrag drucken Kategorie: WissenSKP AG @ 09:35

Erfolgsgeschichte30 Jahre nach ihrer Markteinführung ist die Outplacementberatung heute aus der Personalarbeit nicht mehr wegzudenken. Die Art und Weise, wie wir Outplacement in Deutschland verstehen und praktizieren, ist an sich schon eine gute Nachricht. Denn sie sagt viel aus über gesellschaftliche Werte und die soziale Verantwortung von Unternehmen. Sie ist Ausdruck gelebter sozialer Marktwirtschaft. Outplacement hilft Unternehmen, sich ohne Reibungsverluste zu trennen und bietet den Gekündigten neue berufliche Perspektiven – so werden Trennungen zu „Win-Win“-Situationen.

Die Anfänge der Outplacementberatung in Deutschland gestalteten sich aus verschiedenen Gründen schwierig: Eine der größten Hürden lag darin, Personalverantwortliche und erst recht deren Unternehmensleitungen von der Sinnhaftigkeit einer professionellen externen Outplacementberatung zu überzeugen. Argumente wie „Das können wir selbst! Es gehört schließlich zu den Aufgaben der Personalabteilung, Mitarbeiter zu entlassen …“ oder: „Wir entlassen nur Schlechtleister, warum sollen wir die noch belohnen? Und im Übrigen zahlen wir gute Abfindungen“, galt es zu überwinden.

Verantwortungsbewusstsein zahlt sich aus
Nach und nach setzte sich jedoch die Erkenntnis durch, dass sich Unternehmen häufig von Managern trennen, ohne dass diese die Trennung in irgendeiner Weise selbst verschuldet haben. Typische Beispiele sind personelle Veränderungen an der Unternehmensspitze, die Veränderungen auf der zweiten Führungsebene nach sich ziehen. Trennungen gehören zum Leben – auch zum Berufsleben – dazu. Die Tatsache, dass angestellte Manager im Laufe ihrer Karriere für unterschiedliche Unternehmen arbeiten, gehört zu unserem Wirtschaftssystem und ist an sich ein völlig normaler Vorgang. Genau wie bei anderen Geschäftsbeziehungen sollten jedoch auch hier Verlässlichkeit, Anstand und Fairness zählen, fand Dr. Fritz Stoebe. Die letzten Zweifler überzeugte der Outplacement-Pionier, indem er nachwies, dass sich Outplacement nicht nur für den gekündigten Manager lohnt, sondern unterm Strich sogar Personalkosten einsparen kann: Mit Hilfe der Outplacementberatung werden nicht nur teure Rechtsstreitigkeiten vermieden, sondern die Restlaufzeiten des Vertrages lassen sich im Idealfall so stark verkürzen, dass das gesparte Gehalt über den Kosten für die Beratung liegt.

Trennungen sind eine Gefahr für das Unternehmensimage
ErfolgsgeschichteWährend es in den Anfangsjahren darum ging, sich fair von einzelnen Managern zu trennen, die nicht mehr in das aktuelle Führungsteam passten, hat das Thema „Personalabbau“ in Zeiten von Fusionen, Restrukturierungen und der allgemeinen Wirtschaftskrise eine viel weitreichendere Bedeutung bekommen: Personalabbauprozesse wirken weit über das individuelle Arbeitsverhältnis hinaus und sind immer eine Gefahr für das Unternehmensimage. Sie werden von der Öffentlichkeit, Wettbewerbern, Kunden und Mitarbeitern aufmerksam beobachtet und können zu Wettbewerbsnachteilen führen. Unternehmen wissen um diese Zusammenhänge und nehmen ihre soziale Verantwortung in Trennungsprozessen sehr ernst. Outplacement kann hier für Schadensbegrenzung sorgen, weil sich Trennungen einvernehmlich durchführen lassen. Darüber hinaus ist Outplacement eine Investition in die Bindung und Produktivität der bleibenden Belegschaft. Diese Mitarbeiter erleben, dass ihr Arbeitgeber soziale Verantwortung übernimmt. Das hilft ihnen, auch in schwierigen Zeiten loyal und motiviert zu bleiben.

Berufliche Alternativen sind der Schlüssel zum Erfolg
Natürlich erwartet jeder Klient, der sich für eine Outplacementberatung entscheidet, dass er mit professioneller Unterstützung schnell eine adäquate neue Stelle findet. Im Gegensatz zu früher sind jedoch heute für immer mehr Führungskräfte Fragen nach langfristigen und zukunftsorientierten Karrierestrategien in den Vordergrund gerückt. In diesem Zusammenhang kommt der Entwicklung beruflicher Alternativen innerhalb der Beratung eine immer wichtigere Rolle zu. In Zeiten wie diesen, in denen ganze Branchen wackeln, ist es für die erfolgreiche berufliche Neupositionierung wichtiger als jemals zuvor, viel Sorgfalt in die Entwicklung beruflicher Alternativen zu investieren. Die entscheidende Frage, die sich beispielsweise entlassene Bankmanager im Rahmen ihrer beruflichen Neuorientierung stellen, lautet also nicht: „Wie finde ich möglichst schnell eine passende Stelle in einer anderen Bank?“ Was sie brauchen, sind berufliche Alternativen außerhalb der Finanzbranche. Hierfür benötigen sie hoch qualifizierte und erfahrene Berater, die über breite Branchenkenntnisse sowie eigene Managementerfahrungen verfügen und entsprechende Techniken beherrschen.

Job Research – der beliebte Zusatzservice
Ursprünglich verstand sich die Outplacement-Beratung als „Hilfe zur Selbsthilfe“, die dem Klienten zwar jede nötige Unterstützung für seine berufliche Neuorientierung anbot, ihn aber ausdrücklich nicht vermittelte. Letzteres wäre aufgrund des damaligen Vermittlungsmonopols der Bundesanstalt für Arbeit sogar verboten gewesen. Heute geht die Unterstützung des Klienten dagegen sehr viel weiter. Zunehmend unterhalten Outplacement-Beratungsunternehmen eigene Job-Research-Abteilungen, die eng mit Klienten und Beratern zusammenarbeiten und unter Einschaltung von Personalberatern und verschiedenen anderen Netzwerken auch auf dem verdeckten Stellenmarkt recherchieren. Sie unterstützen ihre Klienten aktiv bei der zielgenauen Neupositionierung. Die Nachfrage nach diesem zusätzlichen Service ist groß und wird angesichts der derzeit wirtschaftlich schwierigen Situation noch zunehmen.

Gruppenberatung gewinnt an Bedeutung
Während Unternehmen früher nur Managern und Führungskräften Outplacement-Dienstleistungen anboten, profitieren heute Mitarbeiter aller Hierarchieebenen davon. Sie erhalten entweder eine Einzelberatung oder – was häufiger der Fall ist – sie werden mit Gruppen-Outplacementberatungen bei ihrer beruflichen Neuorientierung unterstützt. Insgesamt ist der Bedarf an Gruppen-Outplacement im Zuge von Cost-Cutting-Programmen und Umstrukturierungen in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Ein Trend, der auch künftig anhalten wird. Das jüngste Angebot aus der breiten Produktpalette der Outplacement-Dienstleistungen ist die staatlich geförderte Gruppen-Outplacementberatung in Form der Transfergesellschaft. Inzwischen sind zahlreiche Transfergesellschaften am Markt aktiv. Einige von ihnen sind Tochterunternehmen unabhängiger Outplacement-Beratungsgesellschaften, andere sind gewerkschaftsnah.

Wachsende Bedeutung im Mittelstand
Soziale Verantwortung für Mitarbeiter zu übernehmen ist für mittelständische Unternehmen schon immer selbstverständlich gewesen. Gestiegen ist die Akzeptanz von Outplacement. Müssen sich Mittelständler von Mitarbeitern trennen, so tun sie das heute wesentlich häufiger als früher mit Hilfe von Outplacement. Im Bereich Einzel-Outplacement  machen die Aufträge mittelständischer Unternehmen nach Branchenerhebungen etwa 47 Prozent des gesamten Branchenumsatzes aus. Damit haben die Mittelständler fast zum Umsatzvolumen der Großunternehmen und Konzerne (49 Prozent) aufgeschlossen.

Outplacement – eine Investition in die Zukunft
Über Sinn oder Unsinn der Outplacementberatung gibt es im Jahr ihres 30-jährigen Bestehens keine zwei Meinungen mehr: Outplacement lohnt sich für Unternehmen und die Menschen, die für diese Unternehmen arbeiten oder gearbeitet haben. Wenn sich Unternehmen trennen, dann tun sie es heute häufig, indem sie die ausscheidenden Leistungsträger mit Hilfe einer Outplacementberatung bei der beruflichen Neuorientierung unterstützen. Damit beweisen sie nicht nur Verantwortungsbewusstsein, sondern auch unternehmerische Weitsicht, denn: Unternehmen, die durch unfaire Trennungsprozesse ihr Image als Arbeitgeber beschädigen, werden es künftig schwer haben, Leistungsträger für sich zu gewinnen. Bereits heute ist der Fachkräftemangel in vielen Branchen spürbar. Und die besten Employer Branding-Maßnahmen nutzen wenig, wenn das Unternehmen für unfaire Trennungsprozesse bekannt geworden ist.