Jul 23
Top-Thema im Arbeitsmarkt 2.0 „Trennen trainieren“
Eine Studie der Universität Hamburg mit Unterstützung der SKP AG zeigt: Die Wirtschaftskrise hat vielen Personalern bewusst gemacht, wie wichtig ein professionelles Trennungsmanagement ist. Die meisten Unternehmen fühlen sich in diesem Bereich noch nicht gut genug aufgestellt, wollen nachbessern und setzen dabei auf die Hilfe externer Berater.Es sind Zahlen, die es in sich haben. Mitten in der Wirtschaftskrise befragte die SKP AG ihre Kunden in Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg (Lehrstuhl für Personalwirtschaft) zur aktuellen Lage ihres Unternehmens und zum Trennungsmanagement. Das Ergebnis der Studie „Trennungsmanagement in Deutschland“: Die Wirtschaftskrise ist auch auf dem Arbeitsmarkt angekommen und zwingt die HR-Manager zum Handeln. 64 Prozent der Unternehmen mussten sich 2009 wegen der schlechten konjunkturellen Lage von Mitarbeitern trennen. Kein Wunder, dass für 84 Prozent der Unternehmen Trennungsmanagement mittlerweile ein „Topthema“ ist, mit dem die obersten Führungsebenen betraut werden. Weil er im Arbeitsmarkt 2.0 mit flexiblen Arbeitszeitmodellen und befristeten Arbeitsverträgen eine größere und wichtigere Rolle spielen wird, streben 68 Prozent der Studienteilnehmer zukünftig einen höheren Professionalisierungsgrad im Trennungsmanagement an.
Wie aber trennen sich Unternehmen in Deutschland von ihren Mitarbeitern? Ist eine Vorgehensweise wie sie Ryan Bingham alias Georg Clooney als Trennungsmanager im Hollywoodstreifen „Up in the Air“ vorlebt die Zukunft? Die Antwort lautet: Nein! 97 Prozent der Unternehmen kennen ihre soziale Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern und wolle diese auch wahrnehmen. Ist eine Trennung unausweichlich, wird deshalb versucht, diese so fair und konfliktfrei wie möglich zu gestalten. Outplacementmaßnahmen spielen hierbei eine bedeutende Rolle. So zahlen über 95 Prozent der Unternehmen Abfindungen an betroffene Mitarbeiter, rund 46 Prozent bieten den Gehenden Bewerbungstrainings im Rahmen einer Outplacementberatung oder eine Vermittlung an befreundete Unternehmen an. Fast 38 Prozent entscheiden sich für Transferagentur- oder Transfergesellschaft. Hierbei, verrieten die HR-Manager der Universität Hamburg, wird oft die Unterstützung durch externe Profis gesucht. Diese haben einen gesunden Abstand zum Trennungsprozess im Unternehmen, können so neutraler auftreten und eine professionelle Beratung gewährleisten. Der finanzielle Aufwand für Outplacementberatungen lohnt sich. So gab ein Großteil der HR-Manager an, durch Outplacementberatungen indirekte Trennungskosten wie Produktivitätsausfälle bei verbleibenden Mitarbeitern oder kalkulatorische Kosten etwa durch arbeitsgerichtliche Auseinandersetzungen reduziert oder sogar ganz vermieden zu haben. Gleichzeitig wollen die Personalmanager mit Outplacementmaßnahmen für entlassene Mitarbeiter die Motivation bei den im Betrieb verbleibenden Mitarbeitern erhalten (63 Prozent) und Verunsicherungen bei den Beschäftigten vermeiden (58 Prozent). Die Studie zeigt damit, wie wichtig es vielen HR-Managern bereits jetzt schon ist, das Image als verantwortungsbewusster Arbeitgeber zu pflegen und auszubauen.
Lesen Sie die gesamte Auswertung der SKP AG zum Thema Trennungsmanagement auf www.skp-ag.de/service-kontakt/studien. (Autor: Petra Rogge)

